Brennstoffaufbereitung und Filterung

Die Brennstoffaufbereitung besteht aus zwei hintereinander geschalteten Filtereinheiten, eine Vorfilterung mit Heizung und Förderpumpe und einen Feinfilter mit automatischer Entlüftung und einer Vakuumanzeige. Da die zum Einsatz kommenden Brennstoffe in der Regel stark verschmutzt sind, ist der Filterung großer Beachtung zu schenken. Der erste Filter hat eine Porenweite von 25µm, der zweite Filter eine Porenweite von 5µm. Die Größe der Filter richtet sich nach der Leistung des zum Einsatz kommenden Brenners und wird entsprechend der Brennerleistung angepasst.

Die Vakuumanzeige dient zur Messung der Verschmutzung des Feinfilters. Bei Erreichen der roten Markierung auf der Skala sind die Filter zu wechseln. Dies kann vom Betreiber selbst vorgenommen werden. Die Filtereinsätze sind über den Geräte-und BrennerService zu beziehen. Die Verschmutzung des Vorfilters ist an der Druckdifferenz zwischen Eingangs- und Ausgangsmanometer abzulesen.

Im Vorfilter ist eine Heizpatrone integriert die Viskosität des Ersatzbrennstoffes herabsetzt und damit eine bessere Filtrierung gewährleistet. Die Temperatur wird über einen internen Temperaturregler geregelt und kann am oberen Manometer/Thermometer auf der oberen Skala abgelesen werden.

Automatische Brennerentstörung

Durch verschiedene Vorgänge am Brenner (Kesselverschmutzung, Kaltstart nach Absenkbetrieb, schlechte Zugbedingungen) kann es zur Störabschaltung des Brenners durch den Ölfeuerungsautomat kommen.

Die SPS erkennt das Abschalten des Brenners und versucht den Brenner neu zu starten. Die SPS entstört den Ölfeuerungsautomat und startet danach den Brenner. Erst nach 5-10 fehlgeschlagenen Startversuchen (Anzahl ist abhängig von der Brennergröße und wird je nach Brenner programmiert) bleibt der Brenner auf Störung.

Mehrstoffbrenner

Das gesamte System besteht aus drei Modulen

 

Brenner mit zusätzlicher Ölvorwärmung

  • Der Brenner ist mit einer zusätzlichen Ölvorwärmung ausgestattet um die Viskosität zu verringern. Damit ergibt sich eine
  • gute Zerstäubung einer großen Anzahl kleiner Öltröpfchen, welche eine sehr große Oberfläche bilden; daraus resultiert eine schnelle und wirksame Verdampfung des Öles
  • schnelle, sichere Flammenbildung mit einer niedrigen Startemission
  • konstante Brennerleistung, d.h. ein konstanter Düsendurchsatz
  • saubere, russfreie und gleich bleibende Verbrennung mit niedrigem Luftüberschuss

Elektronikmodul zur Brennersteuerung und Steuerung der Brennstoffaufbereitung

Das Elektronikmodul besteht aus einer Flammenintensitätsmessung und einer speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS). Das Modul überwacht die Qualität der Flamme und steuert ein Dreiwegeventil, welches je nach Qualität des zum Einsatz kommenden Brennstoffes Heizöl EL zum Brennstoff dazumischt. Schlechte Verbrennung auf Grund einer schlechteren Qualität des Brennstoffes oder Verschmutzung des Brenners erkennt die Flammenintensitätsmessung.

Über die SPS wird das Mischungsverhältnis Brennstoff zu Heizöl EL in drei Stufen verändert.

Es wird gewährleistet, dass je nach Qualität des eingesetzten Brennstoffes eine optimale Verbrennung stattfindet und die Vorgaben der BImSch jederzeit eingehalten werden. Mit welchem Mischungsverhältnis jeweils gefahren wird, zeigen die drei farbigen LED`s an hand der Flammenintensitätsmessung an. Je nach dem eingesetzten Brennstoff sind andere Mischungsverhältnisse programmierbar. Der Vorteil dieser Mischfahrweise ist die Möglichkeit der Verwendung von Ölen, die ohne Beimischungen nicht brennen würden. Damit wird das Spektrum der zum Einsatz kommenden Öle vergrößert.

Im Elektronikmodul gibt es weitere 3 LED (groß), die folgendes anzeigen:

  • grüne LED leuchtet:             Regelanforderung
  • rote LED leuchtet:               Brennerstörung
  • gelbe LED blinkend:             Wartungsintervall erreicht

Im Elektronikmodul sind interne Zähler programmiert:

1. Brennerbetriebsstunden
2. Betriebsstunden mit Ersatzbrennstoff
3. Betriebsstunden mit Heizöl EL
4. Zahl der Brennerstarts

Um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten, werden die Betriebsstunden bzw. Starts gezählt und bei überschreiten wird die Wartungs-LED und ein Hupton (Piezosummer) im Intervall aktiviert. Damit wird der Betreiber auf eine notwendige Reinigung der Filter, Düsenwechsel und Reinigung des Kessels hingewiesen.